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Jörg Feuchthofen
Bildungs- und Gesellschaftspolitik
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Jahrestagung SCHULEWIRTSCHAFT Hessen 2017

Wissensmanagement der Zukunft: Digitalisierung in Schule und Ausbildung schafft neue Möglichkeiten individuellen Lehrens und Lernens

06.10.2017
Frankfurt am Main. Bei der 42. Jahrestagung der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Hessen (LAG) am Freitag in Bad Nauheim diskutierten 120 Gäste aus Schulen und Unternehmen neue Formen des Wissensmanagements. Deutlich wurde, dass sich durch die Digitalisierung ganz neue Möglichkeiten des Lehrens und Lernens abzeichnen. „Die Digitalisierung gehört derzeit zu den wichtigsten schulischen Herausforderungen der Zukunft. Sie bietet große Chancen, das individuelle Bildungspotenzial jedes einzelnen Schülers intensiver zu erschließen“, sagte Désirée Derin-Holzapfel, Sprecherin SCHULEWIRTSCHAFT und Präsidiumsmitglied der VhU.
„Wie wir bereits heute in der Weiterbildung der Unternehmen erleben, erweitern digitale Lehr- und Lernmethoden den didaktischen Baukasten für die Bildungsteilnehmer erheblich. Wissenserwerb und Transfer können daher künftig auch im Schulunterricht viel mehr auf den persönlichen Lernstand, den Förderbedarf und das Lerntempo der Schüler abgestimmt werden“, erläuterte Jörg Feuchthofen, Geschäftsführer Bildungs- und Gesellschaftspolitik der VhU und ergänzte: „Das reicht in der Wirkung noch weiter und kommt auch den Grundlagen erfolgreichen Lernens wie Motivation, Verständnis, Anschaulichkeit und Begeisterung zugute.“

Prof. Dr. Stefanie Lindstaedt von der technischen Universität Graz erläuterte im Hauptvortrag der Jahrestagung die Chancen Künstlicher Intelligenz für die Individualisierung des Lehrens und Lernens: „Data Analytics und Künstliche Intelligenz können Lehrer und Lehrerinnen bei individuellem Coaching unterstützen und unsere Schüler und Schülerinnen zum selbstständigen Lernen anleiten“, erläuterte Lindstaedt. Sie ging insbesondere auf Künstliche-Intelligenz-Technologien, wie „Learning Analytics“, Personalisierung und datenbasierte Lernmaterialien ein. Den Ausgangspunkt ihrer Überlegungen bildete jedoch der Roman „Diamond Age“ von Neal Stephenson. Er beschrieb bereits in den neunziger Jahren die gesellschaftlichen Auswirkungen eines fortgeschrittenen Informationszeitalters, dessen wirtschaftliche Faktoren und heute besonders relevante Fragen des Wissens und der Wissensvermittlung.

Nach dem Hauptvortrag setzte die LAG ihr bereits bei den vergangenen Jahrestagungen begonnenes Themenfeld der Digitalisierung in Schule und Ausbildung mit drei thematisch anknüpfenden Workshops fort.

Die Gäste aus Schulen und Unternehmen, Ministerien und Institutionen diskutierten hierbei folgende Themen:
  • „Schule 3.0 – Zukunftstechnologien in den Unterricht“. Referent: Dr. Thomas Schneidermeier.
  • „Hilfe, meine Schule ist schon digital. Was jetzt? Digitale Medien praktisch und kontinuierlich im Unterricht nutzen.“ Referenten: Inga Walther und Gian Luca Dietrich.
  • „Wie junge Menschen digitale Kommunikation bewusst und kompetent nutzen“. Referent: Jörg Schüler.

Hintergrund:

SCHULEWIRTSCHAFT Hessen ist eine Landesarbeitsgemeinschaft mit rund 100 ehrenamtlich tätigen Lehrkräften und Vertretern aus Unternehmen. In hessenweit 7 Regionen und 26 Arbeitskreisen bieten sie seit über vier Jahrzehnten jährlich zahlreiche Betriebserkundungen und Veranstaltungen zur beruflichen Orientierung, zur ökonomischen Bildung und zur MINT-Förderung an. Getragen wird SCHULEWIRTSCHAFT Hessen vom Bildungswerk der hessischen Wirtschaft und der VhU.


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