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Clemens Christmann
Dr. Clemens Christmann
Wirtschafts- und Umweltpolitik
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Kostenexplosion bei Windkraftanlagen

20 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr alleine in Hessen / Bartholomäus: „Keine weiteren Einspeisevergütungen zusagen!“

29.01.2015

barto.jpgFrankfurt am Main. Als „erneuten Nackenschlag für die stromintensive Industrie“ hat der Vorsitzende des Energieausschusses der VhU, Peter Bartholomäus, die dramatische Überschreitung des Ausbaukorridors für Windkraftanlagen an Land bezeichnet. „Die jährlichen Zusatzkosten von 250 Millionen Euro entlarven die Schönfärberei des Standortnachteils Energiewende, die von der Bundes- und Landespolitik im Rahmen der EEG-Reform betrieben wurde!“

Der geplante Zubau von Windanlagen mit einer Kapazität von 2.500 Megawatt (MW) wurde 2014 um fast 100 Prozent übertroffen (4.700 MW). Hierdurch entstehen den Stromverbrauchern über 20 Jahre hinweg Mehrkosten von 250 Millionen Euro in Jahr – insgesamt also 5 Milliarden Euro. Das bedeutet alleine für die Stromverbraucher in Hessen rund 20 Millionen Euro Mehrkosten jährlich.

Noch vor einem halben Jahr habe die Politik industriellen wie privaten Verbrauchern versprochen, die Kostenexplosion durch das EEG zu beenden. „Heute sehen wir, dass das gewaltige Kostenproblem der EEG-Planwirtschaft mitnichten gelöst ist.

Die Dauersubvention von neuen Windenergieanlagen muss endlich gestoppt werden. Statt der direkten Förderung durch hunderte unterschiedlicher Kilowattstunden-Preise, die die Politik einzeln festsetzt, sollte der weitere Ausbau von Stromerzeugungsanlagen aus Wind, Biomasse, Photovoltaik nur noch indirekt gefördert werden.

Dazu sollten Stromversorger verpflichtet werden, einen wachsenden Anteil an Ökostrom in ihrer verkauften Strommenge nachzuweisen. Das sorgt für Wettbewerb zwischen Energieträgern, Regionen, Größenklassen von Anlagen und somit für mehr Innovation und Preisdämpfung“, forderte Bartholomäus, der auch Vorsitzender der Geschäftsleitung der InfraServ GmbH und Co. Wiesbaden KG ist, die den Industriepark Kalle-Albert in Wiesbaden betreibt.

Der Industriestrompreis in Deutschland liege für nicht bei der EEG-Umlage entlastete Betriebe bei 15 bis 16 Cent pro Kilowattstunde. Betriebe mit Entlastung zahlten gut 9 Cent pro kWh. In Frankreich koste Industriestrom rund 7 Cent pro kWh, in den USA nur etwa 5 Cent pro kWh. Das sei internationalen Investoren nicht zu vermitteln.

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