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Stefan Hoehl
Dr. Stefan Hoehl
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar 2017

„Agenda 2010 nicht zurückdrehen!“ // Jugendliche, Ältere und Langzeitarbeitslose sind Gewinner“ // 500.000 Beschäftigte mehr, 130.000 Arbeitslose weniger

01.03.2017
Frankfurt am Main/Darmstadt/Wetzlar. Die Zahl der Arbeitslosen in Hessen ist im Februar 2017 um 1.861 auf 177.263 gefallen. „Bei aller Freude über die weiterhin sehr guten Arbeitsmarktzahlen dürfen wir jetzt nicht die Grundlagen hierfür zerstören. Vor genau zwölf Jahren hatten wir in Hessen noch über 300.000 Arbeitslose. Mit der Agenda 2010 wurden damals die richtigen Reformen bereits eingeleitet und die Grundlagen für mehr Beschäftigung gelegt.
Die Erleichterungen bei Zeitarbeit, Minijobs und Befristungen haben unseren Arbeitsmarkt deutlich flexibler gemacht. In der Folge ist die Zahl der sozialversichert Beschäftigten in Hessen von 2 Mio. auf stolze 2,5 Mio. gestiegen. Das Risiko, entlassen zu werden, ist heute so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung. Wer jetzt – wie der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz - diese wichtigen Reformen zurücknehmen will, nimmt Arbeitsplatzverluste und steigende Arbeitslosigkeit billigend in Kauf“, sagte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Gerade ältere Arbeitnehmer gehörten zu den Gewinnern der Agenda-Reformen. Die Zahl der sozialversichert Beschäftigten über 55 habe sich seit 2005 auf 430.000 fast verdoppelt. Berücksichtige man auch die über 58-jährigen, die nur aufgrund vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht gezählt würden, sei die Zahl der Arbeitslosen über 55 im selben Zeitraum von rund 51.000 im Jahr 2005 auf rund 41.000 gesunken. „Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, in Zeiten des Fachkräftemangels wieder neue goldene Brücken in die Frühverrentung zu bauen. Schon heute ist der Arbeitslosengeldanspruch zum Beispiel für 55-jährige mit 18 Monaten zu lang. Denn leider zeigt die Praxis, dass ein längerer Arbeitslosengeldanspruch nicht in Arbeit führt, sondern vielmehr Arbeitslosigkeit verfestigt. Statt einer weiteren Verlängerung sollte der Anspruch für alle Altersstufen einheitlich auf 12 Monate festgesetzt werden, wie dies bis 1985 jahrzehntelang galt.“, sagte Pollert.

Auch die Fortschritte bei der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 2005 habe es in Hessen noch 40.000 Arbeitslose unter 25 Jahren gegeben. Inzwischen seien es zwar nur noch rund 17.000, natürlich immer noch zu viele. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen habe sich von rund 85.000 (2004) auf rund 65.000 verringert. „Zu diesen Erfolgen haben flexible Beschäftigungsverhältnisse wie Zeitarbeit oder zunächst befristete Tätigkeiten enorm beigetragen. Sie helfen vor allem Niedrigqualifizierten, Berufsanfängern und Berufsrückkehrern beim Einstieg in Beschäftigung. Von allen Arbeitslosen, die in der Zeitarbeit einen Job finden, wechselt ein Viertel schon innerhalb eines Jahres in eine andere Branche. Von allen befristet Beschäftigten bleiben drei Viertel auch nach Ende der Befristung im selben Unternehmen. Wer jetzt nach mehr Regulierung ruft, schlägt vielen am Arbeitsmarkt wieder die Tür vor der Nase zu, anstatt den erfolgreichen Reformkurs weiter fortzusetzen“, sagte Pollert.

Weiterführende Informationen: Entwicklung der sozialversicherten Beschäftigung und Arbeitslosigkeit ausgewählter Personengruppen 2005 / 2016 in Hessen


Darmstadt. VhU Südhessen  zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar 2017


„Agenda 2010 nicht zurückdrehen!“ // Jugendliche, Ältere und Langzeitarbeitslose sind Gewinner“ // 10.000 Beschäftigte mehr, 1.000 Langzeitarbeitslose weniger


Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Februar 2017 um 73 auf 20.998 gefallen. „Bei aller Freude über die weiterhin sehr guten Arbeitsmarktzahlen dürfen wir jetzt nicht die Grundlagen hierfür zerstören. Vor genau zwölf Jahren hatten wir in Südhessen noch über 47.800 Arbeitslose. Mit der Agenda 2010 wurden damals die richtigen Reformen bereits eingeleitet und die Grundlagen für mehr Beschäftigung gelegt. Die Erleichterungen bei Zeitarbeit, Minijobs und Befristungen haben unseren Arbeitsmarkt deutlich flexibler gemacht. In der Folge ist die Zahl der sozialversichert Beschäftigten in Südhessen von 352.600 auf 362.400 gestiegen. Das Risiko, entlassen zu werden, ist heute so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung. Wer jetzt – wie der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz - diese wichtigen Reformen zurücknehmen will, nimmt Arbeitsplatzverluste und steigende Arbeitslosigkeit billigend in Kauf“, sagte Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.
Gerade ältere Arbeitnehmer gehörten zu den Gewinnern der Agenda-Reformen. Die Zahl der sozialversichert Beschäftigten über 55 habe sich seit 2005 von 35.800 auf 64.950 fast verdoppelt. Berücksichtige man auch die über 58-jährigen, die nur aufgrund vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht gezählt würden, sei die Zahl der Arbeitslosen über 55 im selben Zeitraum von rund 6.600 im Jahr 2005 auf rund 5.600 gesunken. „Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, in Zeiten des Fachkräftemangels wieder neue goldene Brücken in die Frühverrentung zu bauen. Schon heute ist der Arbeitslosengeldanspruch zum Beispiel für 55-jährige mit 18 Monaten zu lang. Denn leider zeigt die Praxis, dass ein längerer Arbeitslosengeldanspruch nicht in Arbeit führt, sondern vielmehr Arbeitslosigkeit verfestigt. Statt einer weiteren Verlängerung sollte der Anspruch für alle Altersstufen einheitlich auf 12 Monate festgesetzt werden, wie dies bis 1985 jahrzehntelang galt“, sagte Drechsler.
Auch die Fortschritte bei der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 2005 habe es in Südhessen noch 6.800 Arbeitslose unter 25 Jahren gegeben. Inzwischen seien es zwar nur noch rund 2.800, natürlich immer noch zu viele. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen habe sich von rund 13.770 (2004) auf rund 12.150 verringert. „Zu diesen Erfolgen haben flexible Beschäftigungsverhältnisse wie Zeitarbeit oder zunächst befristete Tätigkeiten enorm beigetragen. Sie helfen vor allem Niedrigqualifizierten, Berufsanfängern und Berufsrückkehrern beim Einstieg in Beschäftigung. Von allen Arbeitslosen, die in der Zeitarbeit einen Job finden, wechselt ein Viertel schon innerhalb eines Jahres in eine andere Branche. Von allen befristet Beschäftigten bleiben drei Viertel auch nach Ende der Befristung im selben Unternehmen. Wer jetzt nach mehr Regulierung ruft, schlägt vielen am Arbeitsmarkt wieder die Tür vor der Nase zu, anstatt den erfolgreichen Reformkurs weiter fortzusetzen“, sagte Drechsler.

Reinhold Stämmler
Bereichsleiter Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Gesellschaftspolitik
Tel: 06151/ 2985-44
pr.darmstadt@vhu.de
www.vhu.de

VhU Mittelhessen zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar 2017


„Agenda 2010 nicht zurückdrehen!“ // Jugendliche, Ältere und Langzeitarbeitslose sind Gewinner“

Wetzlar. Gießen. Limburg. Die Zahl der Arbeitslosen in Mittelhessen ist im Februar 2017 um 40 auf 31.369 gestiegen. „Bei aller Freude über die weiterhin sehr guten Arbeitsmarktzahlen dürfen wir jetzt nicht die Grundlagen hierfür zerstören. Vor genau zwölf Jahren hatten wir in Mittelhessen noch fast 60.000 Arbeitslose. Mit der Agenda 2010 wurden damals die richtigen Reformen eingeleitet und die Grundlagen für mehr Beschäftigung gelegt. Die Erleichterungen bei Zeitarbeit, Minijobs und Befristungen haben unseren Arbeitsmarkt deutlich flexibler gemacht. Das Risiko, entlassen zu werden, ist heute so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung. Wer jetzt – wie der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz - diese wichtigen Reformen zurücknehmen will, nimmt Arbeitsplatzverluste und steigende Arbeitslosigkeit billigend in Kauf“, so Dr. Dirk Hohn, mittelhessischer Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU).

Gerade ältere Arbeitnehmer gehörten zu den Gewinnern der Agenda-Reformen. Die Zahl der sozialversichert Beschäftigten über 55 habe sich in der Region seit 2005 auf 66.000 fast verdoppelt. „Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, in Zeiten des Fachkräftemangels wieder neue goldene Brücken in die Frühverrentung zu bauen. Schon heute ist der Arbeitslosengeldanspruch zum Beispiel für 55-jährige mit 18 Monaten zu lang. Denn leider zeigt die Praxis, dass ein längerer Arbeitslosengeldanspruch nicht in Arbeit führt, sondern vielmehr Arbeitslosigkeit verfestigt. Statt einer weiteren Verlängerung sollte der Anspruch für alle Altersstufen einheitlich auf 12 Monate festgesetzt werden, wie dies bis 1985 jahrzehntelang galt.“, forderte Hohn.

Auch die Fortschritte bei der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 2005 habe es in Mittelhessen noch 8.200 Arbeitslose unter 25 Jahren gegeben. Inzwischen seien es mit rund 3.100 deutlich weniger als die Hälfte von damals. Und auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen habe sich von rund 15.600 (2004) auf 12.700 verringert. „Zu diesen Erfolgen haben flexible Beschäftigungsverhältnisse wie Zeitarbeit oder zunächst befristete Tätigkeiten enorm beigetragen. Sie helfen vor allem Niedrigqualifizierten, Berufsanfänger und Berufsrückkehrern beim Einstieg in Beschäftigung. Von allen Arbeitslosen, die in der Zeitarbeit einen Job finden, wechselt ein Viertel schon innerhalb eines Jahres in eine andere Branche. Von allen befristet Beschäftigten bleiben drei Viertel auch nach Ende der Befristung im selben Unternehmen. Wer jetzt nach mehr Regulierung ruft, schlägt vielen am Arbeitsmarkt wieder die Tür vor der Nase zu, anstatt Ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben“, so Hohn abschließend.


Sascha Drechsel
VhU Geschäftsstelle Mittelhessen
Bildung und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 06441 7008-25

VhU Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar 2017


Agenda 2010 nicht zurückdrehen! // Jugendliche, Ältere und Langzeitarbeitslose sind Gewinner der Agenda 2010

Wiesbaden. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Wiesbaden ist im Monat Februar 2017 rückläufig. 3.117 Menschen zeigten ihre Beschäftigungslosigkeit an, 3.305 Personen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. Insgesamt waren im Februar 2017 im Bezirk der Agentur für Arbeit Wiesbaden 15.820 Menschen ohne Beschäftigung, 183 Personen weniger als im Vormonat. „Bei aller Freude über die weiterhin sehr guten Arbeitsmarktzahlen dürfen wir jetzt nicht die Grundlagen hierfür zerstören. Mit der Agenda 2010 wurden damals die richtigen Reformen bereits eingeleitet und die Grundlagen für mehr Beschäftigung gelegt. Die Erleichterungen bei Zeitarbeit, Minijobs und Befristungen haben unseren Arbeitsmarkt deutlich flexibler gemacht. In der Folge ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk Wiesbaden von 87.434 in 2005 auf stolze 129.924 in 2016 gestiegen. Das Risiko, entlassen zu werden, ist heute so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung. Wer jetzt – wie der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz - diese wichtigen Reformen zurücknehmen will, nimmt Arbeitsplatzverluste und steigende Arbeitslosigkeit billigend in Kauf“, sagte Friedrich Avenarius, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus.

Gerade ältere Arbeitnehmer gehörten zu den Gewinnern der Agenda-Reformen. Bei den über 58-jährigen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die nur aufgrund vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht gezählt würden, sei die Zahl der Arbeitslosen über 55 von rund 2.034 im Jahr 2005 auf rund 1.738 im Jahr 2016 gesunken. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über 55 habe sich seit 2005 von 14.462 auf 23.659 maßgeblich erhöht. „Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, in Zeiten des Fachkräftemangels wieder neue goldene Brücken in die Frühverrentung zu bauen. Schon heute ist der Arbeitslosengeldanspruch zum Beispiel für 55-jährige mit 18 Monaten zu lang. Denn leider zeigt die Praxis, dass ein längerer Arbeitslosengeldanspruch nicht in Arbeit führt, sondern vielmehr Arbeitslosigkeit verfestigt. Statt einer weiteren Verlängerung sollte der Anspruch für alle Altersstufen einheitlich auf 12 Monate festgesetzt werden, wie dies bis 1985 jahrzehntelang galt.“, sagte Avenarius.

Auch die Fortschritte bei der Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. 2005 habe es im Agenturbezirk Wiesbaden noch 2.248 Arbeitslose unter 25 Jahren gegeben. Inzwischen seien es nur noch rund 1.250, aber immer noch zu viele! Die Zahl der Langzeitarbeitslosen habe sich von rund 4.617 (2004) auf rund 4.468 verringert. „Zu diesen Erfolgen haben flexible Beschäftigungsverhältnisse wie Zeitarbeit oder zunächst befristete Tätigkeiten enorm beigetragen. Sie helfen vor allem Niedrigqualifizierten, Berufsanfängern und Berufsrückkehrern beim Einstieg in Beschäftigung. Von allen Arbeitslosen, die in der Zeitarbeit einen Job finden, wechselt ein Viertel schon innerhalb eines Jahres in eine andere Branche. Von allen befristet Beschäftigten bleiben drei Viertel auch nach Ende der Befristung im selben Unternehmen. Wer jetzt nach mehr Regulierung ruft, schlägt vielen am Arbeitsmarkt wieder die Tür vor der Nase zu, anstatt den erfolgreichen Reformkurs weiter fortzusetzen“, fügte Avenarius hinzu.

Das Gesamtangebot an offenen Stellen im Agenturbezirk Wiesbaden beläuft sich auf ca. 7.042 und damit auf mehr als doppelt so viel, als bei der Agentur für Wiesbaden gemeldet. Denn mit Internet, Zeitung oder persönlichem Netzwerk nutzen die Unternehmen auch andere Wege für die Arbeitskraftsuche.


Bitte richten Sie Ihre Fragen an:
Gertrud Hirschhäuser
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU),
Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus
Telefon: 069 95808-239 // E-Mail: ghirschhaeuser@vhu.de
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