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Stefan Hoehl
Dr. Stefan Hoehl
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
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VhU zu den Arbeitsmarktzahlen im September 2017

Pollert: „Alle Chancen auf freie Ausbildungsplätze nutzen! Duale Berufsausbildung bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten“ / Bildungspolitik muss noch mehr Schulabgänger ausbildungsreif machen

29.09.2017
Frankfurt am Main. Die Zahl der Arbeitslosen in Hessen ist im September um 6.064 auf 161.682 gesunken. „Der Fachkräftebedarf in Hessen ist ungebrochen hoch. Allein bei den Arbeitsagenturen sind rund 35.000 offene Stellen für Fachkräfte ausgeschrieben.
Die hessischen Unternehmen engagieren sich deshalb auch intensiv für den Fachkräftenachwuchs - über 94.000 Jugendliche waren zuletzt in einer betrieblichen Ausbildung. Für den Ausbildungsstart im Herbst 2017 haben die Unternehmen allein über die Arbeitsagenturen rund 36.000 neue Auszubildende gesucht. Hiervon waren im August noch rund 9.000 unbesetzt und auch jetzt sind noch viele Ausbildungsplätze offen, zum Beispiel in Handwerk, Handel, Gastronomie, Maschinenbau, der Energietechnik oder im Tourismus- und Sportbereich. Junge Schulabgänger, die noch auf der Suche nach einem optimalen Start ins Berufsleben sind, sollten diese Chancen ergreifen“, sagte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU).

Wer nicht nur für die Traumausbildung in der Großstadt bereit sei, sondern räumlich und beruflich flexibel, habe jetzt noch gute Chancen. „In Zukunft wird es weiterhin eine wachsende Nachfrage nach Arbeitnehmern geben, die sowohl über beruflich-praktische als auch über theoretische Kenntnisse verfügen. Diese Vielseitigkeit ist die große Stärke der dualen Ausbildung. Und wer in Hessen eine dreijährige Berufsausbildung mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,5 absolviert, könnte später auch an einer hessischen Hochschule studieren“, sagte Pollert.

Pollert ergänzte, dass immer noch zu viele Jugendliche nicht das nötige Rüstzeug für eine Ausbildung hätten. Hessen sei es zwar als einzigem Bundesland gelungen, seit 2006 die Zahl der Schüler ohne Hauptschulabschluss von 8,2 auf 4,1 Prozent zu halbieren, es gebe jedoch noch weiteren Verbesserungsbedarf. „Die Grundlagen für eine erfolgreiche Ausbildung müssen bereits in der Schule gelegt werden. Neben der deutschen Sprache und notwendigen Kenntnissen in Lesen, Schreiben und Rechnen gehört zur Ausbildungsreife auch eine fundierte Berufsorientierung, damit Schüler besser auf die Arbeitswelt vorbereitet sind. Hier sind die Bildungspolitik des Landes und die Lehrer gefragt, um die Qualität des Unterrichts so weit zu verbessern, dass noch mehr Schüler nach Verlassen der Schule ausbildungsfähig sind“, sagte Pollert.

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