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Vladimir von Schnurbein
Dr. Vladimir von Schnurbein
Referent für Energiepolitik
Mobil: 0172 6840367
Tel: 069 95808-222
E-Mail: VvonSchnurbein@vhu.de

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9. VhU-Energieforum: Explodierende Netzentgelte - Wer zahlt die Zeche der Energiewende?


Am 20. Februar 2017 - im Haus der Wirtschaft Hessen - Emil-von-Behring-Str. 4 - 60439 Frankfurt/Main


Trotz der jüngsten EEG-Reformen steigt die EEG-Umlage immer weiter an. Doch der ungezügelte Ökostromausbau schlägt sich nicht nur in der EEG-Umlage nieder. Durch fehlende Stromleitungen und verstärkte fluktuierende Einspeisung stiegen die Übertragungsnetzentgelte - insbesondere im Gebiet der TenneT TSO - kräftig an. Stromintensive Unternehmen, die an einer hohen Netzebene angeschlossen sind, werden von der Erhöhung der Übertragungsnetzentgelte besonders hart getroffen. Einige hessische Unternehmen sehen sich seit dem 1.1.2017 mit Mehrkosten von mehreren Millionen Euro, von bis zu 2.500 Euro pro Mitarbeiter oder von bis zu 4 Prozent der gesamten Personalkosten konfrontiert. Gleichzeitig sind Unternehmen, die im Übertragungsnetzgebiet von Amprion oder Transnet BW liegen, weniger betroffen – wenngleich auch hier in den letzten Jahren ein spürbarer Anstieg zu verzeichnen ist. Längst ist die Verteuerung des Produktionsfaktors Strom durch EEG-Umlage, steigende Netzentgelte und sonstige staatliche Zuschläge zum realen Wettbewerbsnachteilgeworden.

Betroffen sind nicht mehr nur international tätige Industrieunternehmen der klassischen energieintensiven Branchen. Auch Handwerk und Dienstleistungssektor leiden unter den immer weiter steigenden Energiewendekosten. Die Wirtschaft sieht sich nicht in der Lage, immer höhere Netzentgelte zu schultern – und dabei hat der Ausbau der Stromnetze noch gar nicht richtig begonnen! Gleichzeitig fordern die Netzbetreiber zurecht verlässliche und tragfähige Rahmenbedingungen für die großen Investitionen, die sie in den nächsten Jahren vornehmen müssen.

Die Umsetzung von Großprojekten wie dem SuedLink, aber auch dem Verteilnetzausbau, liegt klar im Interesse der hessischen Wirtschaft, weil Versorgungssicherheit eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und eine Teilung des Bundesgebiets in zwei Strompreiszonen für viele Unternehmen ein Schreckensszenario ist. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass der Bau der Übertragungsleitungen in Erdverkabelung zu Netzentgeltsteigerungen führen wird, die die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten hessischen Industrie weiter schwächen würde.

Im Rahmen unserer Veranstaltung wollen wir uns u.a. folgenden Fragen nähern:
  • Wie lässt sich verhindern, dass die Netzkosten hessische Unternehmen zusätzlich zur EEG-Umlage in nicht mehr tragbarer Weise belasten werden?
  • Können eine bundeseinheitliche Wälzung der Übertragungsnetzentgelte, Einspeiseentgelte, die Abschaffung vermiedener Netzentgelte oder neue Entlastungsregeln einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass die Nebenkosten der Energiewende die Netzentgelte nicht immer weiter ansteigen lassen?

Die VhU lädt Sie herzlich ein.


9:30 Uhr



Eintreffen der Gäste


10:00 Uhr





Begrüßung
Peter Bartholomäus
Vorsitzender der Geschäftsleitung InfraServ GmbH & Co.

Wiesbaden KG und Vorsitzender des VhU-Energieausschusses

10:10 Uhr








Interviews mit Unternehmern:

Hartmut Böse
Geschäftsführer der Messer Industriegase GmbH, Bad Soden Ts.
Henrik Frese
Geschäftsführer der H. Thylmann GmbH & Co. KG Kilianstädtermühle, Schöneck
Stefan Weber
Geschäftsführer der Duktus (Production) GmbH, Wetzlar

10:30 Uhr








Von Netzbetreibern, Einspeisern und Nachfragern: Wer sollte für die Stromnetze zahlen?
Dr. jur. Constantin H. Alsheimer
Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, Frankfurt und Präsident des Landesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen Rheinland-Pfalz
Dr. Roland Mohr
Präsident des VIK - Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V., Düsseldorf

11:00 Uhr










Politische Standpunkte:
Peter Willsch, MdB (CDU)
Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag Bundestag
Timon Gremmels, MdL (SPD)
Energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag
Angela Dorn, MdL (B‘90/Grüne)
Energiepolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen im Hessischen Landtag
Dr. Hermann Otto Solms (FDP)
Mitglied im Präsidium der FDP mit Zuständigkeit für Energiepolitik

11:40 Uhr




Diskussion mit dem Publikum



12:25 Uhr






Schlusswort
Peter Bartholomäus
Vorsitzender der Geschäftsleitung InfraServ GmbH & Co.

Wiesbaden KG und Vorsitzender des VhU-Energieausschusses


12:30 Uhr

Ende und Einladung zum Mittagsimbiss
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Bitte melden Sie sich bis zum 10. Februar 2017 an.



Veranstalter:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.
Frankfurt am Main
Ansprechpartner
Dr. Vladimir von Schnurbein
VhU-Referent für Energiepolitik
Telefon 069 95808 222
E-Mail: VvonSchnurbein@vhu.de